HIER - ein grosser weiter Raum für Wahrhaftigkeit

Sa 1. Aug. - Sa 8. Aug. 2026

Licht braucht Widerstand, um sichtbar zu werden.
Das bedeutet
- physikalisch: Erst wenn Licht auf Materie trifft, können wir es als Kontur oder Schatten wahrnehmen.
- aufs Leben bezogen: Jeder Widerstand im Aussen, dem du dich ganz stellst, hat das Potential, dein Licht deutlicher sichtbar werden zu lassen. 
- zwischenmenschlich: Wahrheit (= Licht auf der Bewusstseinsebene) kann sich zeigen, wenn du der Spannung nicht ausweichst. Man könnte auch sagen: Wahrheit braucht Reibung, um greifbar zu werden.

UNTER DEM STERNENHIMMEL
Wir verbringen eine Woche draussen. Für die Nacht und als Wetterschutz spannen wir Tarps auf. Das Wetter ist der verlässlichste Widerstand, der uns von aussen entgegenkommt. Sich darauf einzulassen, unabhängig davon, wie es ist, hat eine aufrichtende Wirkung. Man könnte auch sagen: Das Wetter ist ein richtig guter Sparring-Partner;-)

Wir setzen uns der Natur ganz aus. Sie ist ein reales Gegenüber. Dabei tauchen Herausforderungen auf - ganz praktisch, aber auch zwischenmenschlich. Diese Woche ist ideal, wenn du lernen möchtest, Projektionen zurückzunehmen und Verantwortung nicht mehr zu delegieren (an sog. Expert*innen, Menschen, denen wir mehr vertrauen als uns selbst, KIs etc.) und stattdessen: die Verantwortung ganz zu dir nehmen und Wahrhaftigkeit vertiefen möchtest - in der Wahrnehmung, im Körper, im Sein.

EIN GROSSER WEITER RAUM FÜR WAHRHAFTIGKEIT
Wir kochen zusammen, sammeln Holz zum Feuer machen und was sonst noch alles zu tun ist, wenn man es sich dort draussen als Gemeinschaft auf Zeit gut gehen lassen möchte.

Tagsüber widmen wir uns der Erforschung des Lichts im Innen und Aussen:

  • Wir schulen unsere Wahrnehmung und beobachten Licht und Schatten in der Natur - still und aufmerksam. Und schauen, was sie uns sagen wollen, wenn wir sie als Spiegel verstehen.
  • Wir schauen uns an, wo wir Wahrheit begegnen können und wo wir ihr noch ausweichen. Das machen wir nicht theoretisch, sondern in den Momenten, wo es sich im Miteinander zeigt. Wo etwas auftaucht, was jemand nicht sofort einordnen kann und irritierend wirkt.
  • Wir geben uns gegenseitig «Aufgaben». Das sind Einladungen, dich selbst auszuprobieren, mit etwas, was dich Selbstüberwindung kostest. Und dich mit dem zu zeigen, was dran ist. Die Tragweite und Konsequenz dieser Erfahrungen wird sich später in deinem Alltag entfalten können.

Abends sind wir am Feuer:

  • Wir erforschen, wo etwas von dem, was wir tagsüber erfahren und erkannt haben, tiefer in den Körper sinken möchte. Dazu tönen, singen und tanzen wir und nutzen achtsame Körperarbeit mit absichtsloser Berührung. 

Ort:
eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des Jura gibt es hier nichts als Erde, den Himmel und den Blick in das Doubs-Tal. 

Unterkunft:
In der Natur: Wir spannen Tarps, unter denen wir schlafen. Bring bitte eine Isomatte und einen Schlafsack mit. Es gibt für jede*n ein Schaffell, das auch in der Nacht benutzt werden kann.