Wir begegnen unseren Gefühlen, wenn wir unsere Wahrnehmung bewusst und liebevoll auf unseren Körper und unser Herz lenken. So begegnen wir auch unserer Verletzlichkeit, die sich oft hinter intensiven Gefühlen (z.B. Wut und Trotz) verbirgt. Erlauben wir uns, ganz mit unseren Gefühlen zu sein, ohne sie verändern oder weghaben zu wollen, wächst in uns eine Qualität mitfühlender Präsenz, die wir Selbstmitgefühl nennen.
Wir verweilen bei unseren Gefühlen und bleiben gleichzeitig nicht bei ihnen stehen. Gefühle sind Brücken zu unseren Bedürfnissen. Zu dem, was uns wichtig und was für uns wertvoll ist. Jedes Gefühl möchte uns auf ein Bedürfnis hinweisen, das - manchmal im Vorborgenen - in uns lebt und darauf wartet, von uns wahrgenommen zu werden.